Die Coach mit Bus und Bogen

Mit dem Bus in Bewegung – ein Prozess

„Ich bringe Menschen in Bewegung“ Das steht in großen weißen Buchstaben auf meinem Bus. Mit diesem Bus bringe ich meine Teilnehmer*innen und Coachees in Bewegung. Doch zuerst einmal mich selbst.

Das war und ist ein Prozess. Begonnen hat dieser im Coronasommer, mit Stillstand, Pandemieangst, einem Fahrradunfall und einer zerstörten Schulter. Als Coach für intuitives Bogenschießen habe ich ganz schön viel Material zu transportieren. Die langen Bögen sind unhandlich und die Zielscheiben bringen ordentlich Gewicht auf die Waage. Außerdem will ich meinen Teilnehmer*innen zeigen, wie sie mit den Bögen umgehen, Pfeile einlegen und Sehnen spannen können. Aber was machst du, wenn du nix tragen kannst, die Schulter nicht bewegen sollst? Ausgebremst und aufgeschlagen bist. Manche*r steckt da den Kopf in den Sand. Ja, auch ich habe darüber nachgedacht. Einen Moment lang wollte ich aufgeben.

Doch zum Glück gibt es Menschen, die anpacken, nicht lange zögern und mir Ideen und Impulse schenken weiter zu denken. Christian ist so einer. Als Freund und Kollege hat er mich zu unserem Wochenendkurs im Kloster einfach abgeholt, das Bogenequipment und sonstiges Material für den Kurs in seinen Camper geladen. Ich sei schließlich nicht auf den Kopf gefallen und könne die Interessent*innen auch „mit dem Mund“ in Bewegung bringen. In dem ich anschaulich erkläre, was zu tun ist und Korrekturen gut beschreibe. – In der gemeinsamen Zeit hat er mir den Floh ins Ohr gesetzt, so ein Bus als mobile Coachingbasis wäre auch (oder gerade) für mich total sinnvoll.

Vom Floh im Ohr zum Blauen Klaus – mein Coaching-Bus entsteht

Ich lebe in Köln. Noch vor zwei Jahren hätte ich auf die Frage, wo ich in der engen Kölner Südstadt mein Auto parke, charmant wie Angelo aus der Nescafé-Werbung geantwortet: „Isch habe gar kein Auto“.

Inzwischen habe ich einen blauen Crafter, 2,70 hoch und 6 Meter lang. „Ganz schön groß“ sagen manche. Stimmt! Ursprünglich sollte es auch nur ein Bulli werden…

Aber jetzt liebe ich seine Größe. Denn fast immer ist mit dabei, was ich liebevoll „das ganze Bogengeraffel“ nenne: Bögen und Schutzbekleidung, Pfeile und Reparaturset, Scheiben und Ständer. Dazu noch Coaching-Unterlagen und Bücher, die ich dir empfehle, wenn du tiefer einsteigen willst. All das braucht und findet ebenso seinen Platz im Bus, wie Camping-Equipment, Wasser, Bordbatterie, ein paar Lebensmittel und Toilettenpapier.

Ich habe ihn passend zu seiner Farbe, der Möglichkeit flott irgendwo hin fahren zu können und meiner einfallsreichen Ideen für das Coaching „den Blauen Klaus“ getauft. (Ursprünglich eine kleine, blaue Figur, die bei Wim Thölkes „Der Große Preis“ in einem Ufo um die Ecke fliegt und Ideen mitbringt, die sonst keiner hat.)

Mein ausgebauter Bus - viel mehr als Urlaub auf Rädern

Heute stehen meine Auszeitteilnehmer*innen fast ehrfürchtig in der offenen Schiebetür und fragen: „Hast du damit auch schon ein paar tolle Touren gemacht?“ „Na klar,“ sage ich. „Zwei Mal bin ich in Spanien und Portugal gewesen.“

Doch ich habe das Projekt „Busausbau“ 2020 nicht begonnen, um damit tolle Reisen zu machen. Ich will

  • eine mobile Basis haben,
  • mein Material transportieren,
  • flexibel überall hinkommen und
  • einen Raum schaffen, in dem gute Gespräche stattfinden.

Zum Bogenschießen ist das Wetter immer gut genug. Eine halbe Stunde oder Stunde bei 10 Grad, Wind und Regen draußen stehen und Pfeile fliegen lassen ist kein Problem.

Anschließend tropfnass und zähneklappernd darüber reden, was dich beim Bogenschießen bewegt, welche Erlebnisse dir auch bei der Lösung deines Problems im Alltag hilfreich sein können, macht draußen auf der Wiese wenig Freude. Der trockene, warme Bus mit seiner gemütlichen Sitzecke ist da wirklich einladend. Zielführend und offen besprechen wir hier, was dir wichtig ist. Ganz egal, was draußen passiert. Keine*r schaut zu oder hört, was wir sagen. Und einen Kaffee gibt es auch dazu!

Mein Bus für dich und mich: Flexibler Schutzraum für Entwicklung

  • Vergiss die Parkplatzsuche - Ich komme zu dir.
    Ich bin flexibel, kann individuell anreisen. Ich komme zu dir oder dahin, wo es eine passende Wiese für das Bogenschießen gibt. Du brauchst nicht mehr in der Kölner Südstadt nach einem Parkplatz suchen und viel Geld für den Parkschein bezahlen.

  • Alles an Bord, was wir brauchen.
    Ich bringe mein Material mit und stelle mich damit ganz auf dich und deine Bedürfnisse ein. Je nachdem, wie viel Kraft du hast, bekommst du von mir einen leichteren oder etwas anspruchsvolleren Bogen zur Verfügung gestellt. Die Bedürfnisse und Wünsche sind diesbezüglich ganz unterschiedlich. Der eine genießt es mal nicht alle Kraft aufbringen zu müssen, um ein Ziel zu erreichen, die andere will sich endlich richtig rein geben und spüren dürfen, die Spannung des Bogens voll auskosten. Dein Körper zählt und weiß was richtig ist. Mein Material passt sich an das an, was du gerade brauchst.

  • Beim Bogenschießen und im Bus - aufrecht stehen wie im Leben.
    Ich habe ganz bewusste einen Bus mit Stehhöhe gewählt. Beim Bogenschießen geht es darum sich auf und auszurichten. Diese Klarheit in der Haltung draußen, kannst du auch im schützenden Inneren des Busses beibehalten.

  • Zwischen Wiese und Bus – die Wege sind kurz.
    Wenn du den Bogen aus der Hand legst, bleibst du fokussiert bei dir. Im Inneren des Busses reflektieren wir dein Erleben beim Bogenschießen. Was ist dir gut gelungen beim Spannen und Lösen der Sehne? Wie hast du den Flug des Pfeils erlebt? Und worauf hast du dich im nächsten Schuss anders ausgerichtet? All das sind Fragen, die manchmal überraschende Antworten zu Tage fördern und Lösungen für deinen Alltag beinhalten. Dann kannst du ein privates oder berufliches Ziel neu definieren, etwas loslassen oder einer Sache mehr Raum und Zeit geben, weil du genau das eben beim Bogenschießen erlebt hast. Und wenn du dich nach unserem Gespräch noch einmal aufstellen und ausrichten, ein paar Pfeile fliegen lassen möchtest, kommen wir kurzerhand noch einmal auf die Wiese.

  • Wenn alles läuft, muss irgendwann der Kaffee raus.
    Ich bin für mehr oder weniger Zeit im Bus gerüstet. - Wer an sich selbst arbeitet, sollte dabei immer ausreichend trinken. Kaffee, Tee oder Wasser, ganz nach Geschmack und Vorliebe. Für den Fall, dass es irgendwann zu viel ist und du unruhig von rechts nach links rutschst, weil die Blase drückt, ist auch eine Toilette an Bord. Das macht uns unabhängig. Und Durchlässigkeit und Loslassen sind schließlich auch zwei Aspekte des Bogenschießens.😉

„Fertig wirste nie“ - im Bus wie im Leben

Natürlich ist auch nach knapp zwei Jahren immer noch etwas am Bus zu basteln und zu werkeln. Vielleicht ist es auch so, wie viele sagen, „Fertig wirste nie!“? Ich weiß es nicht. In den nächsten Wochen baue ich auf jeden Fall noch eine Standheizung ein. Denn wenn der Kopf friert und die Zähne klappern, lässt sich schlecht denken und kreativ nach Lösungen suchen. Pünktlich zum Herbst und Winter wird es im Inneren des Busses dann warm und gemütlich sein.

Wenn du dich authentisch und kompetent coachen oder in einem Prozess begleiten lassen möchtest, kannst du dich davon gerne selbst überzeugen. Ruf einfach an und mach einen Termin mit mir! Lerne uns kennen - den Blauen Klaus und deine Coach mit Bus und Bogen.

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