Den Bogen halten können

Meine Freundin Ruth erzählte mir neulich, wie fertig und ausgelaugt sie gerade ist. Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) führt sie viele Gespräche mit körperlich und psychisch erkrankten Menschen. Manchmal kann sie nicht weiterhelfen. Manchen Schicksalen steht sie ohnmächtig gegenüber.

Mitzubekommen, welches Leid manche Kolleg*innen erleben und ihnen nicht helfen zu können, macht sie unglaublich müde und hilflos. „Wie werde ich nur diese Müdigkeit wieder los? Wo und wann wird es mir gelingen, mich davon wieder zu befreien? Mein Kopf streikt mehr und mehr. Ich finde kaum noch kreative (Lösungs-) Ideen. Weder für meine Gesprächspartner*innen noch für mich selbst“. Mein Körper fühlt sich bleischwer an. Selbst wenn ich an einem Deiner Workshops im Juli teilnehmen würde, wie soll ich da überhaupt den Bogen halten?“ will sie wissen. „Dabei ist der Bogen doch gar nicht so schwer.“

Als Schütz*in den Bogen nicht halten können. Dieses Bild begleitet mich seitdem. Und vom Spannen war da noch gar nicht dir Rede... – Um Kraft, Lebensfreude und Energie zurück zu holen, braucht es Raum und Inhalt, Aufmerksamkeit und Fokus bei einer Sache und am Besten bei sich selbst. Das spüre ich zunehmend bei mir selbst und möchte es auch anderen weiter geben. Ich merke, dass der Rahmen wichtig ist und erlebe es für mich selbst so wie meine Teilnehmer*innen immer wieder so. Wenn im Außen gut für eine*n gesorgt ist, ist auch das Einlassen auf mentaler Ebene möglich.

Ich denke an meinen nächsten Workshop „Aus der Fülle ins Ziel“ im Seminarhaus Sampurna. Hier werden wir Raum und Zeit haben, unsere Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was uns wichtig ist. Der Abstand zum Alltag, die Kraft der Gemeinschaft, die gute Verpflegung, die gehaltvollen Gespräche und das vertrauensvolle Miteinander in kleiner Gruppe unterstützen das Bewusstsein für sich selbst und die eigenen Ressourcen zu schärfen. Wir werden (gemeinsam) Energie tanken, um die bleierne Schwere wieder los zu werden, in die eigene Kraft zu kommen und Lebendigkeit zu spüren.

Du kannst Dich selbst mit Deinen Stärken und Fähigkeiten wieder mehr in den Blick nehmen. Du betrachtest die Aufgaben im Job mit neuer Frische, überlegst Dir Ideen und Lösungsstrategien. Du rüstest Dich mit Power und Schaffenskraft für die Herausforderungen des Alltags. Körperliches und mentales Wohlbefinden liegen nah beieinander. So kannst Du den Bogen wieder aufnehmen und halten. Denn wenn Du beim Spannen Eins wirst mit dem Bogen entfaltet ihr beide eure ganze Wirkkraft.

Ich freue mich auf die Kraftquellen des Sommers, die Prozesse und Entwicklungen während der gemeinsamen Tage, die Steigerung der Selbstwirksamkeit von Dir und mir. Sei dabei und meld Dich jetzt noch flott an! Es sind bei allen Angeboten noch Restplätze frei!

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