Metaphern als Katalysator für Dein Thema

Ich empfinde die Natur ja zu jeder Jahreszeit schön. - Im Sommer lässt uns der Wald, bei heißen Temparaturen, gut durchatmen. Im Herbst schenkt er uns buntes Blattwerk, das toll anzuschauen ist aber auch dieses wunderbare Rascheln verursacht, wenn es am Boden liegt und wir hindurch laufen. Zu jeder Zeit lädt uns die Natur ein zur Ruhe und/oder in Bewegung zu kommen, nach zu denken, zu quatschen, Kraft zu schöpfen, dem Alltag zu entfliehen und zuweilen staunend Pflanzen, Bäche, Seen und Tiere für die Weiterentwicklung der eigenen Themen zu nutzen. Ganz gleich ob dabei Pfeil und Bogen zum Einsatz kommen oder die Wanderschuhe geschnürrt werden.

Mit Hilfe von Metaphern lässt es sich draußen manchmal unvoreingenommen, kreativ und leicht an schwierigen Situationen und lang einstudierten Mustern arbeiten. Dabei liegen Lachen und Ernst sein sehr nah bei einander, machen die Prozesse intensiv und authentisch. Auch bei mehr als 30 Grad habe ich das diesen Sommer wieder erlebt.

Bei der Wanderung auf den Wegen am Angerbach in Ratingen und den Höhen rund um Homberg sind wir auch an einem Golfplatz vorbei gelaufen. Mmitten auf dem Weg lagen Golfbälle, die ganz offensichtlich ihr Ziel verfehlt hatten. Die Fragen, denen meine Teilnehmenden daraufhin nachgegangen sind, gebe ich heute gerne auch an Dich weiter:

  • Wie fühlt sich ein Ball für Dich an, der weit am Ziel vorbei fliegt?
    Liegt es an Dir? An den Umständen? Demjenigen, der es Dir nicht richtig gezeigt hat?
  • Wie gehst Du mit einem Ball um, der im Geäst neben dem Platz landet und nicht wieder zu finden ist?
    Trauerst Du ihm noch lange nach? Hältst an ihm fest? Gibst Du ihm eine neue Bedeutung? Hast Du weiterhin Lust am Spiel und Deiner eigentlichen Beschäftigung?
  • Welche Erkenntnis ziehst Du für Dich daraus? Was lässt sich auf Deinen Alltag und die für dich als schwierig erlebte Situation übertragen?

Es ist immer wieder faszinierend, was dabei an alten Strategien geäußert wird, aber auch was an neuen Ideen und lösungsorientierten Handlungsimpulsen entsteht. Manchmal unterscheiden sich die Gedanken meiner Gesprächsparter/-innen sehr von meinen eigenen. Dadurch und durch den Austausch darüber haben wir dann im doppelten Sinne etwas davon.

Nun geht es ganz allmählich in Richtung Herbst und ich freue mich auf Kastanien und Eicheln, die ich unterwegs sammeln kann. Auf Äpfel, Pilze und manch reifes Kornfeld, welche wunderbar dazu dienen neue Metaphern zu entwickeln, meine Begleiter/-innen zum Nachdenken anzuregen. Die erwartbaren und typischen "Produkte" der Natur werden dabei ebenso Berücksichtigung finden, wie die völlig überraschenden Funde, wie die Golfbälle. Dinge aus der Natur sammeln (mit den Händen oder auch mal nur mit den Augen), um sie durch die Hände gleiten zu lassen, daran zu riechen, sie zu schmecken und Lösungen zu entwickeln. - Naturerleben mit allen Sinnen.

Dankbar, neugierig und motiviert mache ich mich deshalb zu jeder Jahreszeit, wandernd oder mit Pfeil und Bogen auf, in der Natur aktiv zu sein. Wenn Du bei Gelegenheit ein Stück mit mir gehst oder gemeinsam mit mir den Bogen spannst, freue ich mich darauf!

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