Intuitives Bogenschießen - bewegte Bilder (Video 1-5)

Um eine kleine Vorstellung davon zu bekommen, worauf es beim intuitiven Bogenschießen eigentlich ankommt und welche Fragen mit Pfeil und Bogen in der Hand sonst noch auftauchen und bearbeitet werden können, habe ich eine kleine Filmserie aufgenommen. Hier könnt ihr die ersten drei Teile davon sehen.

Das Bogenschießen ist für Erwachsene ebenso faszinierend wie für Kinder. Es lädt dazu ein etwas spielerisch zu entdecken, auf die Jagd zu gehen, sich auf ein Ziel zu fokussieren und/ oder sich selbst auszuprobieren. JedeR hat eine Idee dazu. Gleichzeitig haben all diejenigen, die es noch nie oder vor langer Zeit beim "Cowboy- und Indianerspielen" im eigenen Garten schon einmal gemacht haben, keine richtig Vorstellung, wie es heute, im Erwachsenenalter, eigentlich geht.

Es kommen Fragen wie diese auf: Wie funktioniert es eigentlich rein technisch? Bin ich stark und koordiniert genug? Was mache ich, wenn es nicht gleich funktioniert? Gleichzeitig entstehen Wünsche und Ideen dazu, wie es ist, sich einzulassen, Eins zu werden mit dem Bogen und sich selbst wahrzunehmen.

Die Ausrichtung, die bereits im Stand geschehen ist, wird durch den Arm und die Drehung des Kopfes unterstützt. Der achtsam ausgeführte Bewegungsablauf wirkt sich dabei entscheidend auf das Ergebnis aus. Denn was sich so leicht anhört, braucht Ruhe und Konzentration.

Auch wenn es um „Blick und Richtung“ in dem Video geht, ist das Sehen in dieser Situation fast nachrangig. Vielmehr ist die richtige innere wie äußere Haltung entscheidend. Die Fokussierung auf den Augenblick und das Lockerlassen in Sachen der eigenen Ansprüche, sind dabei wichtige Bestandteile. Erst, wenn ich gut aufgestellt und ausgerichtet bin, kann ich mich und den Bogen schließlich aufspannen und Eins mit ihm werden.

Durch das Greifen und aufziehen der Sehne spanne ich mich nun selbst auf. Ich werde Eins mit dem Bogen und nehme die Kraft des Systems wahr. Der Bogen ist dabei "mein Freund". Nicht "mein Feind". Es darf leicht sein ihn aufzuspannen und in die eigene Kraft zu kommen.

In dieser Phase ist es interessant darauf zu achten, was ich wo (be-)greife und wie feste ich zugreife. Denn schon hier kann sich Spannung aufbauen, die sich auf den Auszug und damit auch auf den Flug des Pfeils auswirkt...

Durch das "Ankern" entsteht ein Augenblick der Ruhe und Fokussierung. Zeit den Atem und den eigenen Körper (am Punkt der höchsten Spannung) bewusst wahr- und letzte Korrekturen vorzunehmen. Jetzt bin ich voll aufgespannt und auf besondere Weise sichtbar. Ganz präsent im Augenblick, aufrecht und klar, braucht es Vertrauen und die Lust sich einzulassen, bevor sich schließlich der Schuss löst!

Am Punkt der höchsten Anspannung gilt es nun die Finger zu lösen, die die Sehne halten. Sie geben die Sehne bewusst oder unbewusst frei und damit Antrieb für den Pfeil und seinen Flug. Es wird Energie frei, die sich auf verschiedene Weise (im Außen) wieder spiegelt: in der Geschwindigkeit des Pfeils, in seiner Flugbahn, beim Auftreffen auf die scheibe, bei den entstehenden Geräuschen und schließlich im Trefferbild. 
 
Loslassen ist manchmal leicht und eine große Erleichterung. Manchmal fällt es uns aber doch irgendwie schwer. Dies gilt beim Bogenschießen ebenso wie im Alltag. Manches halten wir lieber fest, obwohl wir genau wissen, dass es besser wäre loszulassen. Unsere Ängste und Sorgen, Erwartungen und Glaubenssätze halten uns davon ab.
 
  • Was möchtest Du gerne loslassen? Oder hältst Du lieber weiter daran fest?
  • Was bedeutet loslassen für Dich?
  • Fällt es Dir schwer los zu lassen?
  • Und wenn Du Dich bereits dazu entschieden hast los zu lassen: Wann möchtest Du es tun? Was braucht es dafür? Wie kann es gelingen?
  • Außerdem, was passiert eigentlich, wenn du die Hand wieder frei hast? Frei für Neues, Ungewohntes?  Was packst du als nächstes an?
Diese und weitere Fragen lassen sich hervorragende mit Hilfe des intuitiven Bogenschießens klären. Und wenn Du es Dir im bewegten Bild anschauen möchtest, kannst Du dies nun tun...
 
 
Beim Nachhalten spüre ich dem Pfeil und seiner Energie nach. Ich schaue, wo und wie er in der Strohscheibe gelandet ist und nehme wahr, wie verbunden ich in den verschiedenen Schritten bis zum Schuss mit mir selbst und dem Bogen gewesen bin. Insbesondere mit Blick auf das Trefferbild der eigenen Pfeile tauchen Gefühle auf. Ich bin zufrieden mit mir oder gerade nicht, freue oder ärgere mich, werde ungeduldig, ruhiger oder aufgeregter. Wenn ich mir diese Gefühle bewusst mache, kann ich sie entweder in den nächsten Schuss mit hinein nehmen oder beim nächsten Pfeil bewusst außen vor lassen und von Vorne beginnen.
 
 
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