Was mir fünf Wochen Reise über Führung beibringen

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05. Mai 2026
Ich könnte es mir einfacher machen.
Stattdessen: Vulkanasche unter den Sohlen, offenes Meer ohne Wind, jahrhundertealte Steine, die mich anschauen. Fünf Wochen. Häufig nur ich, meine Gedanken – und die Frage, die mich nicht loslässt: Was trägt mich eigentlich? Hier sind die Momente, die mich treffen.
Aufstieg: Langsam – und trotzdem weiter
Knapp 4.000 Meter. Die Luft wird dünner. Mein Körper meldet sich: Das ist viel. Ich gehe weiter — langsam, oft als Letzte.
Und oben, der Fuego direkt gegenüber, glühende Lava zischt in den Nachthimmel, wird plötzlich klar: Ich muss nicht mehr werden, als ich bin. Ich richte mich aus. Aufrecht — von innen heraus.
✨ Führungsfrauen kennen diesen Moment. Der Unterschied liegt nicht darin, keine Zweifel zu haben. Er liegt darin, trotzdem ausgerichtet zu bleiben.
Segeln: Loslassen, wenn der Wind ausbleibt
Kein Wind. Kaum noch Benzin. Mitten auf dem offenen Meer – und die Stille wird laut.
Und dann kommt er doch, fast wie bestellt: der Wind. Wir setzen die Segel. Fahren in den Sonnenuntergang. Weiter durch die Nacht.
Ich denke ans Bogenschießen: Den perfekten Moment kannst du nicht erzwingen. Was du kannst: dich ausrichten. Spannung aufbauen. Loslassen.
✨ Genau da entsteht Wirkung. Nicht durch mehr Kontrolle – sondern durch klarere Ausrichtung.
Semuc Champey: Was auftaucht, wenn du vertraust
Das Wasser verschwindet durch Poren im Stein. Einfach so. Und taucht an anderer Stelle wieder auf.
Ich stehe am Aussichtspunkt, schaue zu – und spüre: Es gibt Dinge, auf die ich vertrauen kann. Auch wenn ich sie gerade nicht sehe.
Stärken, Ressourcen, Klarheit – sie sind da. Sie tauchen wieder auf, wenn ich sie brauche.
✨ Das gilt für dich genauso. Du hast mehr, als du gerade siehst.
Maya-Tempel: Alles was wir tun hinterlässt Spuren
Zwischen jahrhundertealten Maya-Anlagen verlangsamt sich alles von selbst. Ich gehe langsam. Spüre die Steine unter den Füßen, die Hitze auf der Haut.
Und dann ist er da, dieser Gedanke: Was wir heute tun, hinterlässt Spuren. Nicht nur die großen Entscheidungen. Gerade die kleinen.
✨ Manchmal merke ich erst beim Gehen über alten Stein, wie viele kleine Entscheidungen wir täglich treffen — und wie viel Spur sie machen.
Allein unterwegs: Selbstführung in Reinform
Fünf Wochen. Alle Entscheidungen in meinen Händen. Manchmal bin ich mir mit meinen eigenen Gedankenschleifen selbst eine Zumutung. 😉
Aber ich merke: Ich kann auf mich bauen. Auch wenn ich mir dabei Unterstützung hole.
✨ Wer sich selbst klar führt, führt andere wirkungsvoller.
Was bleibt
Vulkane, Meer, Stille, Tempel. Was sie alle gemeinsam haben: Ich kann sie nicht erzwingen. Aber ich kann mich darin ausrichten.
Aufrichtung kommt von innen. Loslassen ist das Ergebnis von Klarheit. Vertrauen wächst aus Selbstkenntnis.
Wann hast du zuletzt gespürt, was dich wirklich trägt?
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